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2.01 Das Geschäftsmodell aus Sicht des Betreibers


By peterk - Posted on 20 September 2009

Das Provisionsmodell hat den Vorteil, dass es insofern keine ernsthafte Hemmschwelle für die Verkäufer/Käufer darstellt, weil aus Sicht des Verkäufers insgesamt immer ein Gewinn übrig bleibt. Der Käufer hingegen zahlt den Fahrpreis an den Verkäufer. Die Provision bleibt verborgen.

Wir haben auf Basis statistischer Daten hierzu ein mögliches Kalkulationsmodell für einen potentiellen Betreiber (HALLO NOKIA, TOMTOM,... ;;-) erstellt. Selbst wenn man zugrunde legt, dass nur 20% aller Pendler das System für ihre Arbeitsfahrten nutzen, wären demnach Provisionserlöse von fast 400 Mio. € pro Jahr möglich, und dabei wird lediglich Deutschland betrachtet!

Als Mittel der Kundenbindung wäre zu erwägen, zusätzlich einen Grundbeitrag für alle Beteiligten als Voraussetzung zur Teilnahme zu erheben. Zum einen könnten die für den Betrieb der notwendigen mobilen Kommunikation des Systems anfallenden Kosten damit aufgefangen werden. Zum anderen könnte die Höhe der Provisionen gesenkt werden mit dem Ziel, „Schwarzfahren“ unattraktiver werden zu lassen (dazu später mehr).

Eine grundsätzlich bestehende mobile Kommunikationsfähigkeit des Navigationsgerätes könnte dazu weitere Dienstleistungen wie Info-Services ermöglichen.

Ein Vorteil für den Betreiber liegt in der Chance, durch diese exklusive Dienstleistung rasch einen großen Anteil am Navigationsmarkt zu erreichen auch und gerade gegen möglicherweise von der Autoindustrie fest eingebaute Geräte, weil die Autohersteller naturgemäß kaum ein Interesse an jeder Form von Mitfahrten haben können, da dies die Zahl verkaufter Fahrzeuge potentiell senken würde.
Weniger Fahrzeuge bedeuten andererseits aber nicht weniger Navigationsgeräte, da jeder Teilnehmer am Mitfahrsystem ein solches benötigt. Außerdem leben Fernpendler meist außerhalb des öffentlichen Nahverkehrsbereichs, so dass sie trotzdem auf ein Fahrzeug angewiesen bleiben. So gesehen wäre für bloße Mitfahrer alternativ eine Internet-basierte PC-Navigationssoftware für die Buchung ohne Schaden für den Betreiber vorstellbar. Im übrigen lassen sich die Rollen jederzeit tauschen, das heißt, Fahrer können als Mitfahrer auftreten und umgekehrt, solange die notwendigen Voraussetzungen dazu erfüllt sind.

Da viele Pendler, die mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln reisen, zusätzlich das Auto benutzen müssen, um zur nächstgelegen Haltestelle zu kommen, kann NARIS für diese eine attraktive Alternative zum öffentlichem Nahverkehrssystem überhaupt sein. Damit ergibt sich im Wettbewerb mit dem ohnehin chronisch defizitären öffentlichen Nahverkehr ein zusätzliches Kundenpotential für NARIS.

Eine grundsätzlich bestehende mobile Kommunikationsfähigkeit des Navigationsgerätes könnte dazu weitere Dienstleistungen wie Info-Services ermöglichen.